Es fing nicht an mit dem Einfall, ein Buch über Kopfschmerzen zu schreiben.
Halt: Hier markiere ich (mir) fett zwei wichtige Sätze: Die Frage, was davor geschehen war und letztlich dazu führte, taucht beim Lesen des letzten Satzes auf, aber sie wird an dieser Stelle nicht beantwortet. Punkt. Full Stop. Vollbremsung. Und: Die Antwort auf die Frage, was sich daraus ergeben hat, ist möglichst kurz zu halten!!! Drei Ausrufezeichen: Regieanweisung an mich selber.
Warum?
Diese folgende (erklärende) Notiz wird nicht gelöscht oder verschoben, sondern bleibt im Text:
Weil eine Antwort darauf im Rahmen des um die Jahreswende 2021/2022 begonnenen (und wegen anderer Kleinprojekte zwischenzeitlich brachliegenden) Vorhabens für niemanden zielführend wäre, denn die Geschichte vom Anfang meines Schreibens in diesem Lebensabschnitt hat wiederum mehrere Vorgeschichten. Und jene jeweils auch wieder und so weiter und so fort: Des Erzählens gäbe es kein Ende, doch die Zeit drängt; eine über einen Augenblick hinausgehende Betrachtung von ‚anschaulichen‘ autobiografischen Details ist meistens entbehrlich.
Zum Phänomen der Zeitwahrnehmung (in anderen Worten ausgedrückt): In meiner subjektiven Welt bin ich eines gewissen Beschleunigungsmomentes gewahr, was durchaus mit in der Außenwelt Vernehmbarem übereinstimmt, und nicht nur in mir gibt es einen sich verstärkenden Zug zum möglichst direkten Weg. Gerade die Sehnsucht nach Einfachheit und Verbundenheit führt heutzutage viele Menschen auf ihrer Suche zusammen.
Der letzte Satz fühlt sich überflüssig an, aber ich lasse ihn mal so stehen, denn beim heutigen Durchlesen (jetzt, genau in diesem Moment) spüre ich die gedankliche und sprachliche ‚Kurve‘, die ich an dieser Stelle gestern gemacht habe: wieder mal.
Egal. Die für mich jetzt praktikable Abkürzung: Es einfach so stehen lassen, ohne sprachliches ‚Touch-Up‘. In Indien hatte ich diesen englischen Ausdruck erstmalig gehört im Zusammenhang mit Malerarbeiten. Ich schaue ihn schnell im Wörterbuch nach: “To improve something by making small changes or additions …” Stop! ABKÜRZUNG!! Schnell zurück zum Text, den ich gestern Abend geschrieben habe. Nachsatz: ‚Migräniker‘ sollen angeblich ein überaktives Gehirn haben. Dann gibt es noch Schnittmengen mit den konstitutionellen Besonderheiten von ‚HSPs‘. Über den vermutlich ‚neurodivergenten‘ Hang zum Perfektionismus wäre ebenfalls nachzudenken – oder lieber nicht: Am besten lachen und innerlich „Hilfe!“ rufen. Noch besser: Autodistanz: Der unbeteiligte Zeuge bleiben. Schreiben und Lesen als Spiegel …
Hier sehen wir nun gemeinsam meine sprachliche Kurve ins Allgemeingültige, obgleich trotzdem von mir authentisch Erfahrene:
Gestern habe ich geschrieben:
Auf die ein oder andere Weise versucht jeder, sich Lösungsmöglichkeiten für die Herausforderungen seines persönlichen Lebens zu erarbeiten, und Schmerzattacken sind eine Erscheinungsform der unfreiwilligen ‚Challenges‘ (freiwillige gibt es ja auch). Jede Strategie oder favorisierte Technik ist vermutlich zum jeweiligen Zeitpunkt die bestmögliche, die wir – damals - hatten. Doch irgendwann ist bei mir der seit Kindheit vertraute Satz: „Wer Ohren hat, der höre …“1 im Herzen angekommen.
Die (vielgestaltige) Stimme des Großen Hirten erklingt auch in unserer Zeit.
Aus dem Mund der Mutter Jesu hat die Überlieferung uns einen überaus machtvollen Hinweis hinterlassen: „Was er euch sagt, das tut.“2
Gäbe es ein sinnvolleres Handeln als ihrer Aufforderung entschieden und einzielig auf schnellstem Wege zu folgen? Werde ich anschließend Zeugnis geben können: Ja, es hat funktioniert!?? Die Frage streichen! Zurück ins JETZT!!!
Zu was auch immer ein Mensch sich wahrhaft inspiriert fühlt: Es kann eigentlich nie über ein einzigartiges Echo dieser schlichten Worte von Maria hinausgehen. (Und damit meine ich definitiv keine bestimmte Religionszugehörigkeit, sondern das totale Vertrauen in die göttliche Kraft und Allmacht.)
Nochmals kurz zurück: Hätte ich nicht einen anderen einleitenden Satz aussuchen können, beispielsweise eine positive Formulierung anstelle der gewählten Wendung „Es fing nicht an mit …“?
Natürlich; theoretisch ja. Doch der beispielhaft aufgezeigte, hier situativ höchst sinnvolle Verzicht auf eine Beantwortung von aufkommenden Fragen (wenn das Ziel nicht aus den Augen verloren werden soll) führt genau in die Mitte des zu unternehmenden Selbst-Versuchs hinein: Immer schneller die eigenen Umwege zu erkennen, der meist unbewussten Verzögerungs- oder Aufschiebe-Taktik hellwach auf die Spur zu kommen und stattdessen die jeweils praktikable Abkürzung unverzüglich im Vertrauen wahrzunehmen.
Dabei lerne ich das entschlossene Nein-Sagen zu tendenziell immer wieder sich meldenden komplett ausufernden ‚Mindmapping‘-Gewohnheiten, die meine Aufmerksamkeit vom Wesentlichen ablenken. (Teilweise versuche ich, dieses Lernen auf kreative Weise sprachlich zu verarbeiten, wobei auch zwei kleine Geschichten entstanden sind.)
#Abkürzung: Ziele sollen Ergebnisse beschreiben. Klare Ziele zu formulieren ist hilfreich.
Lautes Nachdenken: Als ich mich zu einem bestimmten Zeitpunkt entschieden hatte, fortan beruflich eigene Texte zu schreiben, kam mir die Idee, als erstes ein Sachbuch zum Thema Migränekopfschmerz zu schreiben. Medizinisches/therapeutisches Hintergrundwissen ist vorhanden und mit meinem Gesundheitsproblem gehe ich am besten kreativ um, weil das zu mir passt. Fazit: Ich schreibe mein Kopfschmerzarbeitsbuch. Dieses Buch soll später jedem Interessierten zur Verfügung stehen, damit er daraus ggf. Nutzen ziehen kann. Mindestens PDF (entgeltlicher Download) oder E-Book plus Taschenbuch. (Abwarten.)
Über die eigentliche Ziel-Formulierung muss ich noch nachdenken - und der „SMART-Check“ für meine Ziele bleibt privat. [;-)]
Es sind gestern noch drei Folgeseiten entstanden: Ich entscheide mich jetzt, sie zur Grundlage meines April-Newsletters zu machen …
Unserer von Polykrisen heimgesuchten Welt erbitte ich den österlichen Frieden:
„Gott ist gegenwärtig. […]
Alles in uns schweige ...“
https://youtu.be/dbwhWCMo0ZY